Ziele des Arbeitskreises
Motivation
Entstehung und Funktion des Bewusstseins, Ursprung und Entwicklung des Lebens, Dynamik des Kosmos, ferne Welten, Ethik und religiöses Empfinden, soziale Funktion von Religions-Systemen, Evolution von Werten - all dies und viel mehr ist inzwischen Gegenstand naturwissenschaftlich orientierter Forschung. So wächst der Einfluss naturwissenschaftlichen Denkens in Domänen, die in den Augen vieler Menschen früher allein philosophischen oder theologischen Betrachtungen zugänglich schienen. Der experimentell unterstützte Bottom-Up-Zugang zur Natur hat sich als schlagkräftiger erwiesen als der Top-Down-Zugang ausgehend von hypothetischn Prinzipien. Systematische inter-subjektive Erfahrungen ermöglichen nicht nur qualitative Abschätzungen sondern in manchen Bereichen Präzision bis viele Stellen hinter dem Komma.
Der zunehmende Einfluss naturwissenschaftlichen Denkens, aber auch so manche Interpretation neuer Erkenntnisse verunsichert einige Christen. Manche reagieren mit Rückzug auf vermeintlich sichere „althergebrachte“ Positionen. Eine ängstliche Distanz vermindert jedoch sowohl die Integration des gegenwärtigen Wissens als auch die Sprachfähigkeit gegenüber nicht-christlich geprägten Menschen; der Graben zum naturwissenschaftlich geprägten Umfeld vertieft sich. Daher brauchen auch Glaubensvorstellungen eine stetige Weiterentwicklung parallel zum Wissen über diese Welt. Dies bedeutet ausdrücklich weder eine Vereinnahmung durch den Zeitgeist noch ein Nachlplappern von Mehrheitsmeinungen.
Ziele
Die EmK ist eine „Kirche aus der Zeit der Aufklärung“ mit stärkerer Betonung des Verstandes bereits im 18. Jahrhundert durch ihre zentrale Person John Wesley. Sie könnte eine Dolmetscherfunktion in beide Richtungen einnehmen und die Sprachlosigkeit überwinden helfen. Der Arbeitskreis „Naturwissenschaft und Glaube“ in der EmK (AK) soll dafür Kompetenzen im Bereich „Naturwissenschaftliches Denken“ bündeln, innerhalb des christlichen Umfelds erweitern und das Gespräch in Gang setzen.
Schritte
Die Beschäftigung mit naturwissenschaftlichen Erkenntnissen und ihre Interpretation ist neben ernsthafter theologischer Auseinandersetzung eine Grundlage der Arbeit des AK. Dafür werden wissenschaftliche Symposien veranstaltet. Das Gespräch mit Andersdenkenden, d.h. Zuhören ist dafür die notwendige Voraussetzung. Seminare untersützen den Gesprächscharakter.
Einladung zur Mitarbeit
um Arbeitskreis eingeladen sind Naturwissenschaftler und Theologen, sowie interessierte Personen mit gründlichen naturwissenschaftlichen Kenntnissen.
Eine Mitgliedschaft in der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) ist keine Voraussetzung. Allerdings ist eine Nähe zur EmK im Blick auf eine konstruktive Zusammenarbeit wünschenswert. Es darf auch eine kritische Nähe sein.
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